Propriozeption: Was sie ist, warum sie wichtig ist und wie sie deinen Lauf beeinflusst

Du läufst. Für deinen Sport brauchst du kein ausgefallenes Equipment oder eine spezielle Arena. Hochwertige Schuhe und eine freie Strasse reichen aus. Laufen ist minimalistisch. Kleine Details machen dabei einen grossen Unterschied. Es gibt einen Faktor, den viele nicht kennen. Und trotzdem wirkt er sich stärker auf deinen Lauf aus, als du denkst: Propriozeption.

Was ist Propriozeption? 

Einfach gesagt ist Propriozeption die Fähigkeit deines Körpers, seine eigene Lage im Raum wahrzunehmen. The Psychology of Learning and Motivation: Volume 58 beschreibt Propriozeption etwas wissenschaftlicher als eine Eigenempfindung, durch die wir die Position und Bewegung unseres Körpers erfassen. Das umfasst auch unseren Gleichgewichtssinn. Unsere Wahrnehmung von Kraft spielt dabei eine wichtige Rolle. Durch Propriozeption können wir körperliche Aufgaben erfüllen, ohne viel über sie nachzudenken. 

Es ist ganz leicht, Propriozeption in Aktion zu erleben. Setz dich hin, schliess deine Augen, hebe deinen Arm und tipp dir mit dem Zeigefinger auf die Nase. Das schaffst du, ohne etwas zu sehen. Genau das ist Propriozeption.  

Wie wirkt sich Propriozeption auf Läufer aus? 

Selbst mit unbedingter Hingabe, einem rigorosen Trainingsplan und deinem natürlichen Talent kommst du nicht weit, wenn dich eine Verletzung aus der Bahn wirft. Gute Propriozeption ist eines der besten Hilfsmittel, mit denen sich Läufer vor Verletzungen schützen oder von einer bestehenden Verletzung erholen können. Das gilt besonders für alle, die auf unebenen Oberflächen wie Erde, Kies oder Sand laufen. 

Gute Propriozeption bedeutet auch eine bessere Reaktionsfähigkeit und eine optimierte Wahrnehmung auf diesen unebenen Oberflächen. Eine Studie in The American Journal of Sports Medicine hat sogar herausgefunden, dass ein Trainingsprogramm für das Gleichgewicht, mit dem die Propriozeption verbessert werden sollte, das Risiko von verstauchten Knöcheln bei Sportlern senken konnte. Da Verstauchungen, Zerrungen und Verrenkungen bei Läufern so häufig sind, bedeutet bessere Propriozeption gleichzeitig auch mehr Sicherheit beim Laufen.

Wie kann ich meine Propriozeption verbessern? 

Zum Glück gibt es Übungen, die du in deine Trainingsroutine einbauen kannst, um deine Propriozeption zu verbessern. Balance-Boards, Bosu-Bälle und Yoga-Dehnungsübungen können Läufern dabei helfen, ihren Gleichgewichtssinn zu trainieren und gleichzeitig Kraft und Stabilität zu verbessern. Du willst keine speziellen Hilfsmittel oder Kurse nutzen, um deine Propriozeption zu verbessern? Nimm einfach eine Haltung ein, die deinen Gleichgewichtssinn herausfordert (stell dich beispielsweise auf ein Bein) und schliess die Augen. Mach das so lange, bis es einfach wird.

Eine weitere effektive Methode, deine Propriozeption zu verbessern? Stimuliere die entsprechenden Sinnesrezeptoren. Die neuen Laufsocken von On können genau das. Diese Socken verfügen am Fussgewölbe über ein dreidimensionales Muster, das die Sinnesrezeptoren an deinem Fuss stimuliert. So verbesserst du deine Propriozeption und gleichzeitig deinen Lauf. Das ist, als würdest du deinen Füssen ein Startsignal geben.

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