
Feuchtigkeitsableitende Stoffe: Was ist DryTec™ und wie funktioniert die Technologie?
Schweiss gehört zu einem Workout dazu – aber komplett durchnässt zu sein nicht. Technologien wie DryTec™ leiten den Schweiss von deiner Haut ab und lassen ihn rascher verdunsten, damit du dich bequemer bewegen kannst. Hier erfährst du, wie die Technologie funktioniert.
Stell dir vor: Du befindest dich mitten in einer hochintensiven Session. Die Luft ist feucht, deine Herzfrequenz steigt – und trotzdem fühlt sich dein Shirt federleicht an. Genau das leisten feuchtigkeitsableitende Technologien. Ohne sie kann Sportswear schnell nass, schwer und einengend werden.
«Wir wollten, dass die Kleidung auch bei hochintensiven Workouts bequem bleibt», sagt Chandler Maness, Apparel Quality Lead bei On. «Auf Materialebene bedeutet das: Der Stoff hält dich kühl, trocken und klebt nicht.»
Feuchtigkeitsableitende Stoffe leiten Flüssigkeit vom Körper weg an die Oberfläche des Materials, wo sie schneller verdunsten kann. Dadurch klebt der Stoff weniger an der Haut und deine Körpertemperatur reguliert sich besser. Alles in allem helfen feuchtigkeitsableitende Stoffe dabei, auch bei wechselnden Bedingungen und Intensitäten fokussiert zu bleiben:
Effektives Feuchtigkeitsmanagement bewahrt dich während des Workouts vor dem Überhitzen und verhindert, dass du danach frierst – im Gym ebenso wie auf einem Trail in den Bergen. Hier erfährst du, wie feuchtigkeitsableitenden Technologien funktionieren und warum wir sie überhaupt brauchen.
Wie funktioniert feuchtigkeitsableitende Technologie?
Feuchtigkeitsableitende Stoffe sind wie eine Einbahnstrasse für deinen Schweiss. Spezielle Garne und gezielt entwickelte Faserformen ziehen Feuchtigkeit von deiner Haut ab und leiten sie an die Aussenseite des Stoffs. Das Ziel ist es, dass die Stoffschicht direkt auf deiner Haut trocken und angenehm bleibt. «Unsere DryTec™ Materialien sind hydrophob. Das heisst, dass die Fasern selbst keine Feuchtigkeit aufnehmen», erklärt Chandler. «Stattdessen wandert die Feuchtigkeit durch Kapillarwirkung an der Oberfläche der Garne entlang. So wird sie von der Haut wegtransportiert und verteilt sich auf der Aussenseite des Materials, wo sie schneller verdunsten kann.»
Durch dieses Feuchtigkeitsmanagement bleibt deine Gear leicht und atmungsaktiv – sie saugt sich nicht voll, klebt nicht an der Haut und schränkt deine Bewegungen weniger ein. Dadurch scheuern feuchtigkeitsableitende Stoffe auch weniger, was besonders bei längeren Distanzen oder intensiven Sessions einen spürbaren Unterschied macht.
Woraus bestehen feuchtigkeitsableitende Stoffe?
Die meisten feuchtigkeitsableitenden Stoffe bestehen aus Synthetikfasern oder Performance-Mischungen. Sie leiten Schweiss ab und sorgen für ein angenehmeres Workout.
– Polyester: Langlebig, leicht und wasserabweisend – eines der am häufigsten verwendeten Materialien. – Nylon: Robust und unglaublich flexibel. Es wird oft mit einem feuchtigkeitsableitenden Finish behandelt, um dich bei besonders harten Sessions trocken zu halten. – Merinowolle: Die High-Tech-Faser der Natur. Sie leitet Feuchtigkeit als Dampf ab, noch bevor sie flüssig werden kann. Ein Bonus: Bei kühleren Temperaturen hält sie dich warm, bei Hitze bleibt sie atmungsaktiv.
Baumwolle gilt zwar oft als atmungsaktiv, wirkt aber eher wie ein Schwamm. Sie nimmt bis zum 25-Fachen ihres Eigengewichts an Wasser auf; dein Schweiss bleibt dadurch direkt am Körper. So wird deine Kleidung schwer, schränkt deine Bewegungsfreiheit ein und scheuert eher auf der Haut.
Wie sich DryTec™ unterscheidet
Die meisten feuchtigkeitsableitenden Stoffe sind darauf ausgelegt, Schweiss zu managen. DryTec™ wurde entwickelt, um Feuchtigkeit in grösseren Mengen schneller abzuleiten und effizienter zu trocknen als herkömmliche Stoffe.
Um diese strengen Performance-Standards zu erfüllen, kombiniert On laut Chandler spezielle Garne, luftdurchlässige Materialstrukturen und funktionale Finishes, die das Ableiten von Feuchtigkeit unterstützen.
Je nach Produkt unterscheiden sich die Stoffe. «Das DryTec™ Material unserer On Performance Tights unterscheidet sich stark von dem des Performance-T», sagt Chandler. «Bei jedem Produkt geht es vor allem darum, den idealen Materialmix für seinen Einsatzzweck zu finden.» Was dabei wichtig ist:
– Funktionale Stoffstrukturen: Die Materialstrukturen sind so konzipiert, dass sie die Luftzirkulation fördern und gleichzeitig helfen, die Feuchtigkeit effizient auf der Stoffoberfläche zu verteilen. – Schnelles Verdunsten: DryTec™ ist so entwickelt, dass die Oberflächenstruktur der Fasern maximiert wird. Das hilft dabei, die Feuchtigkeit effizienter zu verteilen und sie schneller verdunsten zu lassen. – Temperaturregulierung: Wenn Feuchtigkeit verdunstet, kühlt das den Körper. Das hilft, die Körpertemperatur während des Trainings zu regulieren. – Atmungsaktivität: Offene Stoffstrukturen lassen mehr Luft zirkulieren. Hitze und Feuchtigkeit können dadurch effizienter entweichen.
Warum Feuchtigkeitsmanagement wichtig ist
Wenn Feuchtigkeit auf der Haut bleibt, wird deine Kleidung schnell schwer, beengend und unbequem. Besonders bei längeren oder intensiveren Sessions kann das zu Scheuerstellen führen.
Feuchtigkeitsableitende Stoffe transportieren Flüssigkeit vom Körper weg. Dadurch helfen sie dabei:
– dass deine Kleidung weniger am Körper klebt und sich unangenehm anfühlt. – dass sich deine Ausrüstung konstant leicht anfühlt. – dass deine Körpertemperatur besser reguliert wird. – dass Reibung minimiert wird, die zu Scheuerstellen führen kann.
«Grundsätzlich macht DryTec™ das Kleidungsstück leicht, gut belüftet und sorgt für mehr Bewegungsfreiheit», fasst Chandler zusammen.
4 Tipps für die Pflege deiner Performance-Kleidung
Technische Stoffe sind darauf ausgelegt, dauerhaft zu performen. Sie müssen aber richtig gepflegt werden, um atmungsaktiv zu bleiben und Feuchtigkeit ideal managen zu können. Rückstände von Waschmitteln, Weichspülern und Körperfetten können sich auf den Fasern festsetzen und den Stoff daran hindern, Feuchtigkeit optimal abzuleiten.
– Verzichte auf Weichspüler: Weichspüler können die Fasern mit einem wachsartigen Film überziehen. Das schränkt die Luftzirkulation ein und verringert die Wirkung feuchtigkeitsableitender Stoffe. – Kalt waschen: Hohe Temperaturen können elastische Fasern schädigen und die spezielle Struktur des Garns beschädigen. Wasche sie daher immer kalt. – An der Luft trocknen (wenn möglich): Die Hitze im Wäschetrockner kann synthetische Materialien schmelzen oder verformen. Doch sie trocknen auch auf einem Wäscheständer oder an einem Bügel extrem schnell, weil sie darauf ausgelegt sind, Feuchtigkeit rasch abzugeben. – Auf links waschen: So verfangen sich keine Fäden an der Stoffaussenseite und das Material verfilzt nicht. – Nutze ein Wäschenetz: Ein Wäschenetz verhindert, dass Träger oder Reissverschlüsse das technische Gewebe beim Waschen überdehnen.
Weniger Feuchtigkeit, mehr Bewegung
Die beste Performance-Ausrüstung spürst du kaum. Feuchtigkeitsableitende Stoffe sind dafür gemacht, dass du dich uneingeschränkt bewegen kannst, ohne von nasser und schwerer Kleidung gestört zu werden.
Ein effektives Feuchtigkeitsmanagement hält deine Kleidung leicht, damit du dich voll und ganz auf deine Session konzentrieren kannst – egal, ob du für einen Halbmarathon trainierst, ins Gym gehst oder deiner täglichen Routine nachgehst.






















