
Was du anziehen solltest, um bei jedem Wetter laufen zu gehen
Hitze, Wind, Regen oder Kälte – das Wetter ändert sich von Lauf zu Lauf und deine Kleidung sollte sich anpassen. So wählst du deine Ausrüstung und kombinierst deine Schichten, um dich ganz auf dich zu fokussieren (und nicht auf dein Outfit).

Eines haben alle Läufer*innen gemeinsam: Bevor sie vor die Türe gehen, müssen sie sich etwas anziehen. Viele möchten einfach zum erstbesten Outfit greifen und loslegen – aber was du trägst, macht einen Unterschied. «Meine Kleidung verändert total, wie ich mich beim Laufen fühle», sagt Pia Yaa Ampadu, On Ambassador in Deutschland. «Wenn meine Gear perfekt sitzt und bequem ist, kann ich mich besser auf den Lauf konzentrieren und ihn viel mehr geniessen.»
Das hört nicht bei der Passform auf. «Mit der richtigen Gear fällt das Laufen bei schlechtem Wetter einfach leichter», sagt Pia. An regnerischen Tagen verlässt sie sich auf eine Regenjacke mit Kapuze. Andernfalls würde sie «am liebsten sofort umdrehen, weil das Laufen im Regen zu viel Überwindung kostet. Zusätzlichen Ärger mit den falschen Klamotten möchte ich da einfach vermeiden.»
Verstehe dein Running-Outfit als System atmungsaktiver Layer, die dir dabei helfen, dich wechselnden Bedingungen anzupassen. Mit der richtigen Passform und den geeigneten Materialien rückt dein Outift in den Hintergrund und du kannst dich voll und ganz auf deinen Lauf konzentrieren.
Temperatur | Was du anziehen solltest |
über 21°C | Shorts, Singlet oder T-Shirt und Sonnenbrille |
10–21°C | Shorts oder halblange Tights, leichtes Longsleeve oder T-Shirt Tipp: Zieh dich so an, als wär‘s 5–7 Grad wärmer |
0–10°C | Longsleeve als Base-Layer, Shorts oder Tights, leichte Jacke (optional) Tipp: leichte Schichten und nicht zu warm anziehen |
Unter 0°C | Wärmender Base-Layer, isolierender Mid-Layer, schützender Outer-Layer Tipp: Denk an Hände, Füsse und Ohren |
Was du beim Laufen bei Hitze tragen solltest (über 21°C)
Bei warmem und heissem Wetter lautet das Motto: Weniger ist mehr. Du willst hauptsächlich kühl, trocken und in Bewegung bleiben.
Leichte, luftige Stoffe, die Schweiss ableiten, übernehmen den grössten Teil dieser Aufgabe. Maximilian Eichorn, ebenfalls On Ambassador aus Deutschland, setzt auf das Performance-T, «das schnell trocknet», und das Performance Long-T mit On DryTec™ Technologie, das «vor der Sonne schützt», sich aber «beim Laufen nie schwer anfühlt».
Wenn deine Kleidung Hitze oder Feuchtigkeit speichert, bekommst du das rasch zu spüren. «Schwere Materialien saugen sich schnell mit Schweiss voll, kleben am Körper und werden durch das zusätzliche Gewicht einfach unangenehm», sagt Pia. Sie verzichtet bei Hitze daher auf dicke Stoffe.




Leichte Tops und Shorts
Ein atmungsaktives T-Shirt oder Singlet, wie das Zero Singlet, gepaart mit Shorts oder halblangen Tights, reichen normalerweise aus. Achte auf Stoffe, die schnell trocknen und nicht am Körper kleben, wenn du schwitzt. Öffnungen wie ein freier Rücken oder ein geschlitzter Saum lassen die Luft zirkulieren. Das hilft, die Temperatur zu regulieren, ohne dich unnötig mit Gewicht zu belasten. Das richtige Outfit solltest du kaum spüren.
Sonnenschutz und Accessories
Wenn du direkt in der Sonne läufst, können Kleinigkeiten einen grossen Unterschied machen. Maximilian setzt auf seine Performance Cap mit integriertem Schweissband, weil sie «verhindert, dass mir der Schweiss in die Augen läuft und ich mich dadurch voll und ganz auf den Lauf konzentrieren kann.»
Caps: Eine leichte Cap schützt dein Gesicht vor der Sonne, ohne dass sich die Hitze staut.
Sonnenbrillen: Schutz für die Augen, damit du auch bei starker Sonne relaxt bleibst.
Trinkgürtel: Bei längeren Läufen oder an heissen Tagen solltest du immer Wasser dabei haben – entweder als Flasche in der Hand oder in einem Trinkgürtel. Hauptsache, du bleibst hydriert.
Was du beim Laufen bei mildem Wetter tragen solltest (10–21°C)
Hier ist es sinnvoll, auf Schichten zu setzen. Achte aber darauf, es nicht zu übertreiben, denn beim Laufen wird dir schnell warm. Fang also leicht an und zieh Schichten aus, sobald es nötig wird. Mit atmungsaktiven Stoffen, die sich flexibel kombinieren lassen, bist du für wechselndes Wetter gerüstet.

Base-Layer
Mit einem leichten Longsleeve oder einem T-Shirt wie dem Performance-T kannst du kaum etwas falsch machen. Achte auf atmungsaktive Stoffe, die rasch trocknen und nicht an dir kleben, wenn du schwitzt. Die unterste Schicht darf eng anliegen, sollte dich aber nicht einschränken.
Optionaler Mid-Layer
Bei frischer Morgenluft oder etwas Nieselregen gibt dir eine leichte Jacke oder Weste den nötigen Schutz. Wähle dabei Produkte, die du leicht ausziehen und tragen kannst, wenn dir zu warm wird. Du willst dich schützen, nicht überhitzen.
Accessoires
Bleib minimalistisch, aber flexibel. Leichte Handschuhe oder ein dünnes Stirnband machen die ersten Kilometer bequemer und lassen sich danach einfach verstauen.
- Socken: Setze auf atmungsaktive und enganliegende Socken, die trocken bleiben und nicht reiben.
- Laufschuhe: Ein vielseitiger Allrounder wie der Cloudrunner 2 dämpft deine Strassenläufe und gibt dir gleichzeitig ein reaktionsfreudiges Laufgefühl.
Was du beim Laufen bei Kälte tragen solltest (0–10°C)
Jetzt kommt der Schichtenlook voll zum Zug. Wenn dir schon beim Start warm ist, trägst du wahrscheinlich zu viel. Denn sobald du läufst, wärmt sich dein Körper rasch auf.
«Ich versuche, meine Schichten so zu wählen, dass ich auf den ersten Kilometern warm bleibe, ich aber später nicht überhitze», sagt Maximilian. Meistens trägt er «einen atmungsaktiven Base-Layer, der den Schweiss vom Körper wegleitet» und kombiniert diesen mit einer leichten Aussenschicht, die ihn vor Wind und kalter Luft schützt.
Probiere verschiedene Kombinationen aus und finde die, die dir am besten passt.




Base-Layer
Starte mit einem eng anliegenden Longsleeve wie dem Performance Long-T. Diese unterste Schicht sollte den Schweiss ableiten und angenehm auf der Haut liegen, ohne zu kleben. So hält sie dich trocken, sobald du warmgelaufen bist.
Optionaler Mid-Layer
Liegen die Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt, ergänzt du dein Outfit am besten mit einer Zwischenschicht. Ein leichtes Fleece, das noch gut unter eine Jacke passt, hilft dir, zu Beginn des Laufs warm zu bleiben. Achte darauf, dass es atmungsaktiv bleibt, wenn der Lauf intensiver wird.
Aussen-Layer
Eine leichte, wetterfeste Windjacke oder Weste schützt vor kaltem Wind, ohne dass sich zu viel Hitze darunter staut. Suche nach einem Modell, das atmungsaktiv ist und sich auch während des Laufs ganz einfach öffnen oder ausziehen lässt.
Accessoires
Das ist der Ort fürs Feintuning.
- Mütze: Eine leichte Beanie oder ein Thermo-Stirnband hält die Ohren beim Start warm, sitzt auch bei intensiver Anstrengung sicher und lässt sich später einfach verstauen.
- Handschuhe: Funktionelle Handschuhe nehmen dem eisigen Wind die Schärfe, ohne zu schwer zu werden.
- Socken: Socken mit einem höheren Bund schützen die Achillessehne und die untere Wade besser vor der Kälte.
Laufschuhe: Ein stabiler Allrounder wie der Cloudflyer 5 ist atmungsaktiv und bequem, ohne dass er zu viel Körperwärme abgibt.
Was du beim Laufen unter dem Gefrierpunkt tragen solltest (unter 0°C)
Bei eisigen Bedingungen ist die Vorbereitung wichtiger als die Pace. Check die gefühlte Temperatur, bevor du rausgehst. Kombiniere deine Layer dann so, dass sie dich am Start warmhalten – ohne den Schweiss einzuschliessen, sobald du in Bewegung bist.
Für Läufe unter 0°C hält sich Pia nicht an strenge Schichten-Regeln: «Mir ist generell eher kalt und ich überhitze selten, deshalb versuche ich einfach, mich so warm wie möglich anzuziehen.» Sie greift gerne zu einem Layer aus dickerer Baumwolle, weil diese «besonders gut wärmt und sich das einfach bequemer anfühlt, wenn du ohnehin schon viele Schichten trägst.»
Base-Layer
Starte mit einer wärmenden, enganliegenden ersten Schicht. Merino oder funktionelle Gewebemischungen eignen sich hier gut, weil sie die Feuchtigkeit ableiten und die Wärme speichern. So kühlst du beim Laufen nicht aus.
Optionaler Mid-Layer
Ergänze dein Outfit mit einer isolierenden Zwischenschicht, wenn die Temperaturen besonders tief sinken. Sie sollte leicht sein und enganliegen. So kannst du problemlos eine Jacke darüber anziehen, ohne deine Bewegungsfreiheit einzuschränken. Suche nach einer Jacke mit hohem Kragen und Daumenlöchern, um eine nahtlose Isolierung zu schaffen, die die Wärme drinnen und den Frost draussen hält.
Aussen-Layer
Eine schützende Funktionsjacke hilft, Wind und Schnee abzublocken. Wähle ein wetterfestes und atmungsaktives Modell mit Luftzirkulation oder einfachen Verstellmöglichkeiten. Du willst dich schützen, nicht überhitzen.
Accessoires
Hier sorgst du dafür, dass die Wärme nicht entweicht. Denke an:
- Mütze: Eine Thermo-Beanie mit gebürstetem Fleece-Futter oder ein Stirnband zum Schutz deiner Ohren. - Handschuhe: Isoliert, aber atmungsaktiv, um die Luft zirkulieren zu lassen. - Socken: Wärmere, feuchtigkeitsableitende Materialien, um die Füsse trocken zu halten. - Laufschuhe: Ein wasserdichtes Modell oder eines mit schützenderem Obermaterial hilft, damit dir Wind und Nässe während eines Winterlaufs nicht in die Quere kommen.
Was du beim Laufen im Regen anziehen solltest
Du musst nicht komplett trocken bleiben. Wenn du bei nassem Wetter läufst, kommt es vor allem darauf an, warm zu bleiben. Setz auf leichte, wasserabweisende Materialien wie recyceltes Polyamid und DWR-behandelte Synthetikstoffe, die den Regen abzuwehren, ohne die Hitze zu stauen. Diese Stoffe haben eine Oberfläche, von der das Wasser abperlt, während sie gleichzeitig atmungsaktiv genug bleiben. Sobald du erst einmal nass bist, geht es darum, das Beste daraus zu machen.
Base-Layer
Starte mit einem enganliegenden Oberteil, das kein Wasser speichert. Es sollte Schweiss ableiten und sich selbst dann leicht anfühlen, wenn es feucht wird. Vermeide alles, was Feuchtigkeit aufsaugt und mitten im Lauf schwer wird.
Optionaler Mid-Layer
Wenn es nicht nur nass, sondern auch kalt ist, ergänzt du dein Outfit mit einer leichten Zwischenschicht. Diese sollte atmungsaktiv sein und schnell trocknen. Das Ziel ist es, die Wärme zu speichern, ohne sich vollzusaugen. Setze auf hochelastische Synthetikmischungen, die ihre Form auch dann behalten, wenn sie feucht werden.
Aussen-Layer
Eine leichte, wasserabweisende Jacke schützt dich vor dem gröbsten Regen. Achte auf ein atmungsaktives Modell (Luftzirkulation ist ein grosses Plus), das sich leicht verstauen lässt (falls dir unterwegs zu warm wird). Eine Kapuze mit Cap und wasserabweisende Reissverschlüsse helfen ebenfalls, die Nässe draussen zu halten. Tipp: Komplett wasserdichte Jacken können die Hitze stauen – sei dir dessen bewusst.
Accessoires
Kleine Details machen im Regen einen grossen Unterschied.
- Cap: Setze auf eine Laufcap mit breitem Schirm – sie wirkt wie ein Windschutz für deine Augen und verhindert, dass der Regen dir die Sicht nimmt. - Socken: Synthetik- oder Wollmischungen saugen sich nicht so rasch voll wie Baumwolle. - Laufschuhe: Eine griffige Sohle und ein wasserdichtes Obermaterial, wie beim Cloudrunner Waterproof, sorgen für die nötige Traktion auf rutschigen Oberflächen.
Auf welche Details du achten solltest
Deine Ausrüstung sollte in den Hintergrund rücken, sobald du dich in Bewegung setzt. Halte Ausschau nach Features, die deine Gear bei jedem Wetter bequemer machen:
- Feuchtigkeitsableitend: Leitet den Schweiss von der Haut weg, damit du trocken bleibst. - Schnelltrocknend: Leistungsstarke Synthetikfasern geben Feuchtigkeit rasch wieder ab und verhindern, dass das Material mitten im Lauf schwer wird. - Reflektierend: Erhöht deine Sichtbarkeit bei schlechtem Licht. - Isolierend: Hilft dabei, die Körpertemperatur bei kalten Bedingungen aufrechtzuerhalten. - Scheuerschutz: Ein reibungsfreies Design sowie Features wie geklebte und Flatlock-Nähte reduzieren die Reibung bei langen Distanzen.
Für Pia bieten die Performance Tights Shorts «die perfekte Balance», weil sie «kurz genug sind, um sich bei warmem Wetter leicht und atmungsaktiv anzufühlen, aber dennoch die Bereiche abdecken, die sonst anfangen könnten zu scheuern.»
Lauf bei jedem Wetter
Das Wetter ändert sich, aber deine Ausrüstung kann sich anpassen. Mit ein paar gut ausgewählten Schichten bist du für die meisten Läufe gerüstet. Setze auf Vielseitigkeit statt auf Masse – so verschwendest du weniger Gedanken an dein Outfit und dir bleibt mehr Zeit fürs Laufen.





































































