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Wie lange sollte ein HIIT-Workout sein?

Kurze Zeit, grosse Wirkung. Durch die kurzen All-in-Intervalle beim HIIT steigerst du Kraft und Ausdauer und tankst Energie, die weit über das Training hinausreicht.

Zwei Personen in On Performance-Gear beim Knieheben in einem Gym.
Zwei Personen in On Performance-Gear beim Knieheben in einem Gym.

Es ist frühmorgens. Noch 30 Minuten, bis der alltägliche Wahnsinn losgeht. Kann ein kurzes HIIT-Workout in dieser Situation etwas für deine Fitness tun? Ja. HIIT kann viel bewirken – und das schnell. Es pusht deinen Puls, beansprucht deine Muskeln und schärft deine Konzentration. Dabei geht’s weniger um die Zeit, sondern mehr um die Anstrengung. Du trainierst hart, ruhst dich kurz aus und wiederholst das Ganze.

«Konzentriere dich darauf, wie du dich durch die Bewegung beim HIIT fühlst», sagt Dannalize Frischknecht, die selbst ein Gym betreibt. «Vergiss die Zahlen. Setze beim Workout auf Achtsamkeit statt auf Druck. Das Wichtigste ist, dass du dein HIIT mit dem Gefühl beendest, mehr bei dir, wacher und lebendiger zu sein.»

Egal, ob du eine neue 5K-Bestzeit jagst oder vor der Arbeit einfach den Kopf freikriegen willst: HIIT ist ein effizienter Weg, um Kapazitäten aufzubauen und deine Ausdauer zu verbessern. Besonders dann, wenn dein Terminkalender voll ist.

Was ist HIIT wirklich?

HIIT basiert auf abwechselnden Belastungs- und Erholungsintervallen. Das kann bedeuten: 30 Sekunden alles geben, dann 60 Sekunden locker joggen. Oder du kannst einen Bodyweight-Zirkel mit anstrengenden Runden und kurzen Pausen dazwischen absolvieren. Im Kern geht es beim HIIT um Qualität statt Quantität und Intensität statt Dauer.

Close-up einer Person in weissen On Laufschuhen, weissen Crew-Socken und roten Shorts beim Seilspringen.Close-up einer Person in weissen On Laufschuhen, weissen Crew-Socken und roten Shorts beim Seilspringen.
Eine Person im Freien, die Jumping Jacks macht. Sie trägt weisse On Laufschuhe, weisse Crew-Socken und rote Shorts.Eine Person im Freien, die Jumping Jacks macht. Sie trägt weisse On Laufschuhe, weisse Crew-Socken und rote Shorts.

Wie lange sollte ein HIIT-Workout sein?

Darauf gibt’s keine klare Antwort. Die Stärke von HIIT liegt nicht in bestimmten Zeiten, sondern in der Energie, mit der du jede einzelne Minute füllst. Ein Workout kann zwischen 10 Minuten und einer Stunde dauern, Intervalle und Pausen inklusive.

Anfänger*innen können sich an 10 bis 15 Minuten mit längeren Erholungsphasen orientieren. Erfahrenere Athlet*innen können das Training auf 25 bis 30 Minuten ausweiten, mit kürzeren Pausen.

Für Dannalize liegt der Sweet Spot bei etwa 50 Minuten, inklusive erdendem Intro vor und ausgiebigem Stretching nach dem Workout. «Lang genug, um an mein Limit zu gehen – kurz genug, um voll und ganz präsent zu bleiben», sagt sie.

Dabei gilt die Faustregel: Je intensiver die Intervalle, desto kürzer sollte die gesamte Session sein. Du solltest dich in kurzen Phasen maximal anstrengen und aufhören, solange du dich noch stark fühlst. «Ich weiss, dass eine Session gut war, wenn ich mich danach klar, stark und verbunden fühle – und nicht völlig erschöpft», sagt Dannalize.

«Wenn der Atem tiefer geht, der Fokus klarer wird und ich den Widerstand durchbrochen habe: Dann war es genug. Es geht nicht nur um den Körper, sondern auch ums Gefühl. Ich muss komplett im Moment gewesen sein.»

Warum kürzer besser sein kann

Was HIIT so effektiv macht, ist ein körperlicher Prozess namens EPOC (excess post-exercise oxygen consumption) oder auch «Afterburn», Nachbrenneffekt, genannt. Nach deiner Session verbrennt dein Körper weiterhin Energie, während er sich erholt und rekalibriert. Das sorgt für mehr Ausdauer, mehr Kraft und einen Stoffwechsel-Boost, der noch lange nach deiner letzten Rep anhält.

Du musst nicht jeden Tag eine HIIT-Session einbauen. Tatsächlich wäre das kontraproduktiv. Zwei bis drei Sessions pro Woche reichen völlig aus, besonders wenn du sie mit Ausdauertraining, Mobility-Übungen oder aktiver Erholung kombinierst.

Nicht jeden Tag: Wissen, wann du pausieren solltest 

George Beamish kennt die Versuchung, zu schnell All-in zu gehen. Obwohl der neuseeländische OAC-Langstreckenläufer dafür bekannt ist, ans Limit zu gehen, warnt er davor, HIIT als Ausgangspunkt in den Trainingsplan aufzunehmen: HIIT sei ein starkes Tool, setze aber eine solide Grundfitness voraus.

Die Gefahr liege in der Überlastung. Wer sich jeden Tag zu hart pusht, riskiert eher ein Burnout als einen Durchbruch. Das Geheimnis von HIIT liegt im Zusammenspiel von Intensität und Erholung. In diesen Erholungstagen passt sich dein Körper an, konfiguriert sich neu und kommt stärker zurück.

Es ist wie ein Rhythmus: Belastung, Erholung – und nochmal. Hör auf deinen Körper: Bei Müdigkeit, Schmerzen oder Leistungstiefs solltest du die Intensität anpassen. Kombiniere HIIT mit lockeren Läufen, Mobility-Sessions oder kompletter Ruhe. Das Ziel ist, dich längerfristig besser zu bewegen.

Eine Person in Sportbekleidung, die sich während eines Workouts im Gym nach vorne beugt; auf dem Boden liegen ein Medizinball und Kurzhanteln.
Eine Person in Sportbekleidung, die sich während eines Workouts im Gym nach vorne beugt; auf dem Boden liegen ein Medizinball und Kurzhanteln.

So baust du deine HIIT-Session auf

Warm-up: Heize dir ein

Beginne immer damit, dich auf die Bewegung vorzubereiten. Jogge locker, spring Seil oder mach dynamische Stretchings wie Lunges oder Beinschwünge. Ein richtiges Warm-up bereitet deinen Körper vor und verringert das Verletzungsrisiko.

Work-Rest-Verhältnis: Finde deine Formel

Anfänger*innen starten oft mit einem Verhältnis von 1:2 (20 Sekunden Belastung, 40 Sekunden Pause). Etwas Erfahrenere verkürzen die Pause meist auf ein 1:1-Verhältnis, bei dem Belastung und Erholung gleich lang sind. Und Fortgeschrittene können das Verhältnis sogar umkehren – zum Beispiel auf 40 Sekunden Belastung und 20 Sekunden Pause.

Es gibt keine Einheitslösung. Wichtig ist nur, dass die Intensität nicht auf Kosten einer sauberen Ausführung geht. Wenn deine Geschwindigkeit oder Kraft spürbar nachlässt, ist es Zeit aufzuhören oder länger zu pausieren.

Ein HIIT kann aus Ausdauersportarten wie Laufen, Radfahren, Skifahren oder Rudern bestehen. Auch Übungen wie Mountain Climbers, Seilspringen oder Trainings mit Hanteln und Kettlebells bieten sich an. Das Ziel ist es, deinen Puls durch intensive Belastung nach oben zu treiben – und den Körper in den Pausen genug zu erholen, um im nächsten Intervall wieder alles geben zu können.

Cool-down: nicht auslassen 

Lass die Belastung langsam ausklingen. Spaziere. Stretche. Atme. Das ist nicht optional. Ein gutes Cool-down kurbelt die Regeneration an und hilft dabei, Muskelkater und Steifheit vorzubeugen. Etwas statisches Stretchen der beanspruchten Muskulatur kann darüber entscheiden, ob du schnell regenerierst oder ausbrennst.

Eine Frau trägt ein passendes lila Set aus Sport-BH und Leggings von On und atmet nach dem Workout tief durch.Eine Frau trägt ein passendes lila Set aus Sport-BH und Leggings von On und atmet nach dem Workout tief durch.
Ein Mann und eine Frau beim Stretchen nach dem Workout, beide tragen Performance-Kleidung von On.Ein Mann und eine Frau beim Stretchen nach dem Workout, beide tragen Performance-Kleidung von On.

Wie sieht ein HIIT aus?

Hier sind ein paar Ideen – egal, ob du drinnen oder draussen trainierst:

Für Läufer*innen: - 6 x 30 Sekunden Hügelsprints mit 60 Sekunden Gehen - 4 x 400 m mit 90 Sekunden Joggen

Für Bodyweight-Sessions: - 3 x 20 Sekunden Belastung / 40 Sekunden Pause: Jump Squats, Push-ups, Mountain Climbers, High Knees - 4 x 1-minütige Zirkel mit Burpees, Lunges und Planks

Für vielseitige Workouts: - 10 Minuten: 30 Sekunden Kettlebell-Swings / 30 Sekunden Pause - 12 Minuten: AMRAP (as many rounds as possible; so viele Runden wie möglich) von 5 Pull-ups, 10 Push-ups, 15 Air Squats

Wähl aus, was am besten zu dir passt. Entscheidend ist: Das Training soll intensiv, aber kontrolliert sein.

Smart essen, stärker performen

Dein Körper braucht den richtigen Treibstoff, um alles geben zu können.

Vorher: Greif zu einfachen Kohlenhydraten, wie zum Beispiel einer Banane mit Erdnussbutter oder einem Müsliriegel.

Während: Wasser nicht vergessen. Ausreichend zu trinken unterstützt den Kreislauf, verringert Erschöpfung und beschleunigt die Erholung. Auch Elektrolyte können helfen, besonders wenn du stark schwitzt.

Danach: Regeneriere mit Proteinen und komplexen Kohlenhydraten. Ein Smoothie, Eier mit Toast, Haferflocken mit Joghurt oder eine Grain Bowl unterstützen die Muskelreparatur und füllen deine Energiespeicher wieder auf.

Kleide dich fürs HIIT

HIIT ist nicht statisch. Deine Kleidung sollte deine Bewegungen mitmachen – egal, ob du sprintest, springst oder gerade ein Gewicht hebst. Achte daher auf atmungsaktive, schweissableitende Layer, die sich mit dir bewegen. Das On Train-T Graphic oder das Train Long-T Crop sind ideal für schnelle Bewegungswechsel und intensive Sessions.

Auch deine Schuhe sind wichtig. Der Cloud X 4 wurde für verschiedenste Bewegungsabläufe entwickelt – mit zusätzlichem seitlichem Halt, Grip und einer reaktionsfreudigen Dämpfung, die sich jedem Richtungswechsel anpasst. 

Deine HIIT-Reise: Konstanz als Fundament

Die wirklichen Fortschritte kommen nicht von einer einzigen harten Session. Längerfristig gesehen ist Konstanz wichtiger als Intensität. Schon 10 Minuten konzentriertes Training, Woche für Woche, können deine Lungen stärken, deinen Geist schärfen und dich flinker machen. Falls deine Motivation nachlässt, besuche einen Kurs oder trainiere mit Freund*innen. In der Gruppe fällt es leichter, diszipliniert zu bleiben und wirklich jedes Mal aufzutauchen. Richtig eingesetzt, ist HIIT eines der effizientesten Mittel, um Kraft, Schnelligkeit und Widerstandsfähigkeit aufzubauen.

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