

Eine Laufanalyse erfasst, wie sich dein ganzer Körper beim Laufen bewegt – von den Armen bis zu den Füssen. Wenn du deine Form verstehst, kannst du effizienter laufen, Verletzungen vorbeugen und dich mit jedem Schritt stärker fühlen.


Deinen Laufstil zu analysieren, kann sinnvoll sein. Aber erst wenn du die Resultate verstehst, aus ihnen lernst und sie integrierst, veränderst du deine Bewegungen.
Beim Laufen muss dein ganzer Körper zusammenspielen und kleine Unstimmigkeiten können sich mit der Zeit aufsummieren. Ein schlechter Gang beim Joggen kann zu Dysbalancen oder Beschwerden wie dem Schienbeinkantensyndrom (Shin Splints) oder einem Läuferknie führen.
Folgende Infos und Tipps helfen dir, dich Kilometer für Kilometer besser zu bewegen.
Mit einer Laufanalyse erkennst du Dinge, die du selbst kaum spürst: An welchen Stellen du kompensierst, Schwächen hast oder dich ineffizient bewegst. Du erhältst quasi eine personalisierte Blaupause, die dir zeigt, wo deine Bewegungen flüssiger, kräftiger oder stabiler sein könnten.
Sobald du diese Klarheit hast, kannst du dich gezieltem Krafttraining widmen und deine Technik verbessern, um Verletzungen vorzubeugen. Das Beste daran: Du lernst gleichzeitig, effizienter zu laufen.


Die Laufanalyse zeigt dir, in welchen Bereichen du deinen Laufstil optimieren kannst. Das ist der erste Schritt. Ab hier beginnt dein eigentlicher Fortschritt.
Dein Oberkörper beeinflusst deinen Gang stärker, als du denkst. Mit einem stabilen Rumpf und einer entspannten Haltung fühlt sich jeder Schritt kraftvoller an.
- Halte den Kopf aufrecht: Stell dir vor, ein Heliumballon zieht deinen Kopf leicht nach oben. Diese Vorstellung kann dir helfen, selbst bei harten Läufen aufrecht zu bleiben. - Entspann deine Schultern: Zieh sie nach hinten, damit sie tief und leicht sitzen. - Behalte deine Arme nah am Körper: Deine Ellbogen sollten nah am Körper bleiben, während sich deine Hände parallel zu deiner Laufrichtung vor und zurück bewegen. Stell dir vor, du hältst beim Laufen einen Stift zwischen Ober- und Unterarmen (in deiner Armbeuge). - Aktiviere deinen Rumpf: Ein stabiler Rumpf hält deine Hüfte im Gleichgewicht und verhindert unnötiges Hin- und Herschwingen.


Dein Schritt beschreibt die ganze Bewegung beim Laufen: Die komplette Distanz, die dein Fuss zurücklegt, bevor er wieder aufsetzt. Aufprall ist der Moment, in dem dein Fuss den Boden berührt.
- Zieh nicht dein Knie hoch, sondern stosse dich ab: Dein Knie sollte ungefähr über dem Mittelfuss aufsetzen. - Analysiere deinen Aufprall: Die meisten Läufer*innen (ungefähr 90 %) prallen von Natur aus mit der Ferse auf. Dabei wird empfohlen, mit dem Mittelfuss aufzusetzen. Du solltest das aber nicht erzwingen. Plötzliche Veränderungen können zu neuen Problemen führen.


Eine Laufanalyse zeigt dir sofort, wo du aktuell stehst. Aber bis sich deine Technik verbessert, braucht es Zeit. Pass dich also schrittweise an. Jede Person bewegt sich anders. Kleine und bewusste Veränderungen können dich weiterbringen als ein kompletter Neustart.
Du kannst dich auch selbst filmen, um deinen Gang besser zu verstehen. Lauf dafür mindestens 30 Sekunden lang. Das sollte ausreichen, um deinen Schritt und deinen Aufprall zu erkennen. Und achte auch auf deine Ausrüstung. Hochwertige Kleidung und die richtigen Laufschuhe geben dir die nötige Bewegungsfreiheit, damit du dich auf deine Technik statt auf Ablenkungen konzentrieren kannst.
Dass man sich auf eine einzige Session verlässt – oder sich nur auf einen kleinen Faktor fixiert (z. B. eine leichte Pronation) und davon ausgeht, dass dieser ausgebessert werden muss. Denn deine Technik hängt von vielen Faktoren ab.
Sieh sie als Anhaltspunkt, um smarter zu trainieren. Sie sind ein Wegweiser zu stabileren und kräftigeren Bewegungsabläufen.
Pronation ist die natürliche Abrollbewegung des Fusses beim Aufprall. Es gibt drei verschiedene Arten:
- Neutral: natürliches Abrollen nach Innen - Überpronation: exzessives Abrollen nach Innen, bei dem das Fussgewölbe oft einknickt - Unterpronation: eine Abrollbewegung nach Aussen, die das Gewicht auf die Aussenseite des Fusses verlagert.
Am besten einmal, wenn du mit dem Laufen beginnst, deinen Schuhtyp wechselst oder deine Distanzen steigerst. Zusätzlich solltest du alle sechs bis zwölf Monate eine Analyse einbauen – oder wenn du bleibende Schmerzen oder Beschwerden hast.